Leseprofile

Ein Leseprofil gibt Auskunft über den aktuellen Stand der Lesekompetenz. Es setzt sich aus folgenden drei Bereichen zusammen:

A


Das Kind hat Probleme beim Erlesen der Wörter (synthetisches indirektes Lesen).


Es hat Schwierigkeiten mit der Buchstaben-Lautbeziehung, dem Zusammenlauten und dem Erlesen von Wörtern.

B


Das Kind hat Probleme bei der Worterkennung (automatisches, direktes Lesen).


Es hat Schwierigkeiten, einfache Wörter / schwierige Wörter rasch zu erkennen. Es macht Lesepausen, „erliest“ Wörter, flüstert die Wörter, liest ungenau, liest langsam.

C


Das Kind hat Probleme mit der Sinnerfassung oder Klanggestaltung.


Es hat Schwierigkeiten mit der Sinnerfassung auf der Wort-, Satz- oder Textebene mit der Klanggestaltung (hält die Interpunktion nicht ein, mangelhafte Betonung).


Ein Leseprofil bietet gleichzeitig Diagnose, Förderung und Protokoll als Basis für ein gezieltes Fördern des leseschwachen Kindes an.

Hinweise zur Erstellung eines Förderkonzeptes 
Kinder, die beim SLS ein Ergebnis unter dem Wert 90 (=unterdurchschnittlich, Richtwert) haben, sollen auf Anordnung des Landesschulrates für Tirol im Bereich Lesen individuell gefördert werden. Um gezielt fördern zu können, müssen die individuellen Leseprobleme erkannt werden. 

Das Leseprofil soll dazu Hilfestellung bieten. Natürlich können auch andere Methoden, die Leseprobleme eines Kindes festzustellen, andere Übungen und andere Aufzeichnungsverfahren verwendet werden.

Der Beobachtungsbogen gibt Aufschluss über die Leseschwierigkeiten des Schülers/der Schülerin.
Die Gliederung des Beobachtungsbogens entspricht der Gliederung der Fördermaterialien, die auf der Webseite, aufgeteilt in die einzelnen Bereiche Erlesen (A), Worterkennung (B) und Sinnerfassung oder Klanggestaltung (C) zur Verfügung stehen. 

So lässt sich ein individuelles Förderprogramm für jedes Kind zusammenstellen. Im Leseförderplan werden die entsprechenden Übungen aufgelistet. Unser Vorschlag: Jeweils einen Bereich intensiv üben, dann den nächsten.

 

iconLeseprofil zum Erstellen eines Förderkonzeptes

 

iconHintergrundinformationen des Konzeptes bzw. der Fördermaterialien

 

 

Leseprofil Übergabe

 

Zusätzlich zum Tiroler Leseprofil wird nun auch ein kompaktes Leseprofil angeboten. Dieses Profil eignet sich neben anderem vor allem für die Übergabe von der Volksschule in die Neue Mittelschule. Die Lehrpersonen an der Volksschule können mit Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten das Leseprofil ausfüllen und an den Klassenvorstand bzw. an Deutschlehrpersonen in der Neuen Mittelschule weitergeben. Diese wissen dann von Schulbeginn an über den Leselernstand der Schülerin/des Schülers Bescheid und können mit einer gezielten Leseförderung fortfahren.

Weitere Informationen erhalten sie unter ann.reheis@tsn.at

Das Leseprofil für die Übergabe kann hier heruntergeladen werden: